Epicondylitis

Die Epicondylitis ist durch Schmerzen und Druckempfindlichkeit an dem seitlichen Epicondylus (Knochenvorsprung am Ellenbogen) des Oberarmknochens gekennzeichnet. Sie beschreibt eine Sehnenansatzentzündung der Handgelenkstrecker oder -beuger. Die Epicondylitis kann durch anhaltende, kraftvolle Greif- oder Strecktätigkeiten, sowie durch wiederholte kraftvolle Rotation (Drehung) des Unterarms verursacht werden.     

Mögliche Auslöser sind:

  • Einseitige Beanspruchung z. B. durch dauernde Tastatur- und/oder Mausbenutzung (Repetitive Strain Injury Syndrom, RSI) oder auch Sportklettern,
  • einseitige Haltung im Beruf, bei der Haus- und Gartenarbeit oder in der Freizeit,
  • Schlägersportarten wie z.B. Tennis, Badminton, Golf,
  • Schlafhaltung in Seitenlage: Verwendung des stark gebeugten Armes als Kopfstütze.

Behandlungsziele sind:

  • Reduzierung der schmerzhaften Entzündung an der seitlichen Epicondyle,
  • Wiederherstellung der schmerzfreien Beweglichkeit des Armes,
  • Wiederaufbau der gesamten Armmuskulatur,
  • Schulung und Beratung um erneute Überlastungen zu vermeiden.

Zu den Behandlungsansätzen gehören an erster Instanz die Haltungskorrektur und -schulung. Es folgen Entspannungs- und Anspannungsübungen, sowie der ganz gezielte Kraftaufbau mit Techniken aus der Handtherapie.

Die Entzündung wird mit den Techniken der manuellen Therapie z.B. nach Cyriax, mit thermischen Anwendungen, mit Ultraschall und/oder Elektrotherapie, mit verschiedenen Dehnungs- und Massagetechniken, sowie mit der Unterstützung von Epicondylitisspangen und/oder Schienen/Bandagen behandelt. Auch Verbände mit Schmerzcremes und -Gelen, Akupunktur und die Gabe von Kortison kann hilfreich sein. Oft unabdingbar für die Heilung ist eine Belastungspause.

Veronika Parzl

Veronika Parzl