Mallet Finger

Beim Mallet Finger ist die aktive Streckung des Fingerendgliedes nicht mehr möglich. Dies ist durch eine Ruptur der Strecksehne unmittelbar am Endgelenk bedingt. Dies passiert gewöhnlich, wenn das Endglied heruntergedrückt ist und der Patient gleichzeitig den Finger aktiv streckt. Das kann durch ein Bagatelltrauma (Betten, Hosenknopf öffnen) oder durch ein adäquates Trauma (Basketball, Volleyball) geschehen. Die Ruptur kann rein sehnig sein oder mit einem knöchernen Ausriss. Die Therapie ist praktisch immer konservativ im Sinne einer handtherapeutischen Schienenbehandlung für 8-12 Wochen. Ein leichtes Streckdefizit von ca. 10 Grad kann auch bei optimaler Therapie bestehen bleiben. Die einzigen Operationsindikationen sind offene Durchtrennungen der Sehne und große knöcherne Fragmente.

Die Schiene bringt das Fingergelenk in die vollkommene Streckung. Mindestens 6-8 Wochen wird die Schiene Vollzeit getragen, anschließend kann sie in Perioden getragen werden.

Durch die volle Streckung werden die beiden Enden der gerissenen Sehne zueinander gebracht und können somit wieder aneinanderwachsen.

Allein der Therapeut kann die Schiene abnehmen, z.B. um die darunter liegende Haut zu reinigen.

Wichtig:

  • Tragen Sie die Schiene ununterbrochen!
  • Halten Sie die Schiene trocken um die Haut zu schützen
  • Lassen Sie das Tape erneuern, wenn die Schiene locker wird
  • Vermeiden Sie ein kraftvolles Einsetzen des betroffenen Fingers
  • Bewegen Sie die anderen Finger, sowie das Handgelenk!

Veronika Parzl

Veronika Parzl