Morbus Dupuytren

Die Dupuytren-Kontraktur ist eine Erkrankung des Bindegewebes, die zur Entwicklung von Knoten und Strängen an den Beugesehnen der Finger führt und diese immer mehr in die Beugung ziehen.

Stadieneinteilung:

  • Stadium I: Knoten und Stränge in der Hohlhand
  • Stadium II: Beugekontraktur* des Grundgelenks
  • Stadium III: Beugekontraktur des Grund- und Mittelgelenks
  • Stadium IV: Hochgradige Beugekontraktur des Grund- und Mittelgelenks und Überstreckung oder Beugekontraktur des Endgelenks

*Kontraktur: dauernde Verkürzung und Schrumpfung von Weichteilen (Sehnen, Kapsel, Bänder).

Am häufigsten sind der Ringfinger und der kleine Finger betroffen, meist an beiden Händen. Der Verlauf entwickelt sich schubweise.

Eine wirksame nicht-operative Behandlung gibt es bisher nicht. Bei der Operation werden die Stränge und Knoten zwar entfernt, sie heilt die Krankheit jedoch nicht. Es kann später zu einem Wiederauftreten der Bewegungseinschränkungen durch erneute Knotenbildung kommen.

Bei der operativen Versorgung ist eine anschließende Handtherapie zwingend erforderlich um das Streckausmaß, das bei der OP erreicht wurde, zu erhalten. Die Therapie sollte so schnell wie möglich nach der Operation beginnen.

Das zu erwartende Ergebnis nach einer Operation hängt von der Schwere und Dauer der Kontraktur ab. Je länger andauernder und schwerer die Erkrankung vor der OP war, desto schlechter das Ergebnis. Das ist bedingt durch eine Schrumpfung der Haut, der Beugesehnen, der Ringbänder, der Ligamente, der Gelenkkapseln, sowie durch die Veränderung der Gelenkflächen und des Streckapparats.

Als Folge der Operation können vorübergehend Sensibilitätsstörungen auftreten. Diese sollten sich in den nächsten Monaten normalisieren.

Veronika Parzl

Veronika Parzl